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Sich besser verstehen – Paartherapie

Dass Menschen unterschiedlich sind, ist eine Banalität, dass sie es wirklich sind, ist ein oft langwieriger und schmerzlicher Lernprozess in Paarbeziehungen.

Jeder Mensch neigt dazu – oft unbewusst – seine Beziehungserfahrungen als Standard und als die gültige Wahrheit in eine Beziehung hineinzutragen, kein Wunder, hat er doch den größten Teil seines Lebens in einem eigenen, dem Partner unbekannten Wertesystem verbracht. Und wenn dann der Streit losgeht – typischerweise, wenn auch sonst „Stress“ herrscht – reicht schon eine falsch stehende Zahnbürste, um ein tiefes Zerwürfnis der Partner einzuleiten. Und beide sind vielleicht über sich selbst überrascht, wie wenig sie locker lassen können.

Auch hier ist ein Prozess des Verstehens notwendig, aus dem sich Respekt und Wertschätzung für den anderen entwickeln kann, für sein Anderssein, seine Begrenztheiten. Oder die Erkenntnis, dass die Menge an Gemeinsamkeiten nicht ausreicht, um die Unterschiedlichkeit der Werthaltungen zu kompensieren. Und eine gütliche Trennung, eine Trennung mit Respekt, ist mindestens so wertvoll wie eine wieder zusammenwachsende Partnerschaft, in der sich beide selbst - aber auch den anderen - besser verstanden haben.

Bei Paartherapie ist zu berücksichtigen, dass dies in der Regel keine Krankenkassenleistung ist, sondern privat in Rechnung gestellt wird. Die Termine sind nicht wöchentlich, sondern etwa alle 3-4 Wochen, weil ein wichtiger Teil der Therapie in Form von „Hausaufgaben“ zu Hause stattfindet.

Paartherapie